Vom Segen und säen

Keine Frage, die Segnung neuer Mitarbeiter*innen ist ein ganz eigenes Ritual. Ich war also sehr gespannt, was da auf mich zukommen würde, wenn es denn nun soweit ist. Mit einigem Vorlauf kam die Einladung für einen Freitag Nachmittag im Januar.
Zum Glück zu einer Uhrzeit zu der ich meinen Mann mitnehmen konnte – als säkulare Stütze. Seltsamerweise war ich am Tag des Segnungsgottesdienstes doch aufgeregt, fühlte mich zeitlich zurück katapultiert und ein bißchen wie eine Konfirmandin vor dem großen Tag und kramte sogar erfolgreich meine Konfirmationsurkunde hervor (s.o.).

Den Verkehr raus nach Pinneberg in die Christuskirche Pinneberg hatten wir glatt unterschätzt und so flog ich in letzter Minute und unter Glockengeläut, das Begrüßungskommitee aus Pröpsten und Sekretärinnen komplett ignorierend, in eine freie Kirchenbank. Geschafft.

Von Kirche als besonderem Arbeitgeber war in der Predigt die Rede, von den Kolleg*innen mit ihren unterschiedlichen Qualifikationen und viel vom Säen, dem kirchlichem Tempo – mit dem ich zuweilen doch sehr hadere – und der (Arbeits-)gemeinschaft.

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Ich geb‘ dir einen Engel mit…

Einzeln aufgerufen, im Kreis wie beim Abendmahl aufgestellt, wurden wir von den drei Pröpsten gesegnet und bekamen dazu noch einen Engel mit auf den Weg.
Eine schöne Geste, ein eigenes „Willkommen im (Kirchen-)kreis“!
Die überbrachten Glückwünsche und kleinen Geschenke vom meinem Team haben mich sehr berührt. Das hatte ich nicht erwartet. Als würde ich zusammen mit den anderen Kolleg*innen erst jetzt wirklich dazugehören.

Die Frage nach der Wirkung meiner Arbeit beschäftigt mich sehr. Wie definiere ich den Erfolg meines Tuns im kirchlichen Kontext? Vertraut und gewohnt bin ich es, trotz der schwer messbaren Parameter in der Pressearbeit – und jetzt im Bereich Social Media – in Zahlen und Metriken zu denken und diese als Referenz und Basis heranzuziehen.
Aber bin ich nicht auch erfolgreich, wenn ich meine Kolleg*innen erst einmal für mein Thema, für Social Media öffne?

Ich finde das Bildnis vom Senfkorn zwar überbeansprucht, aber dennoch:

Vielleicht geht es aktuell auch für mich mehr darum, die Idee/Haltung von Social Media in meinem Wirkungskreis zu platzieren, sprich zu säen und vielleicht wird viel später jemand anderes die Früchte ernten und/oder sich gar am Wildwuchs erfreuen.

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