Another happy place: #instakirche

15 Millionen Menschen sind in Deutschland jeden Monat auf Instagram aktiv.

Diese Meldung wurde letzte Woche via allfacebook.com veröffentlicht: Pünktlich dazu brannnte die 1. Kerze auf dem Geburtstagskuchen der Instagram Stories. Das sind fast 6 Millionen Nutzer mehr seit den letzten offiziellen Zahlen Anfang 2016. Diese Entwicklung deckt sich mit meinem Bauchgefühl, denn immer mehr bekannte Gesichter tauchen inzwischen auch bei Instagram auf. Die Nische hat die Foto- und Videoplattform längst verlassen, nun rückt also der „Mittelbau“ nach. Darüber freue ich mich v.a., weil es quantitativen Rückenwind für ein konkretes Projekt bedeutet, die #instakirche.

Wer hat’s erfunden? Die Redaktion von katholisch.de schon im Jahr 2015, zumindest hat sie die Fotoführungen durch Kirchen, wie ich die Instawalks gern für Nicht-Instagrammer umschreibe, auf ein neues Level gehoben, professionalisiert und Hilfestellungen geboten, die es Kirchengemeinden bundesweit seitdem erheblich erleichtern selbst und mit überschaubarem Aufwand Instawalks in Kirche, Dom oder Münster zu veranstalten. Denn wer kennt es nicht aus dem eigenen Urlaub, zumindest pro forma wirft man einen Blick in das erste Haus am Platz und das ist meist nicht das Rathaus, sondern eine Kirche. Eben!

Instakirche - Foto #stjacobinsta

In Hamburg gab es bereits zwei #instakirchen im vergangenen Jahr. Im katholischen Mariendom und den evangelisch-hanseatischen Testballon in der St. Petri und Pauli Kirche in Bergedorf. Dieses Jahr lockt die erste ev. Hauptkirche, bewußt zur Sommerzeit, in Hamburg und veranstaltet gleich drei Instawalks mit drei verschiedenen Touren durch die Gemeinde. Ich werde beim zweiten Sommerwalk das Pilgerzentrum und den Kirchturm von St. Jacobi also @stjacobinsta erkunden und bin gespannt, wen ich beim Instameet kennenlerne aus der Igers Hamburg-Community.

Von der Professionalierung bzw. Kommerzialisierung des Netzwerkes samt Influencer-Debatte, die beim letzten PR Club Hamburg -Frühstück Thema war, ist „Kirchens“ sicher noch Lichtjahre entfernt. Aber sich mit dem Thema „Werbung auf Instagram & YouTube – Was ist gerade noch erlaubt?“ zu beschäftigen, schadet sicher nicht. Der Medienrat der Medienanstalt Hamburg / Schleswig-Holstein (MA HSH)  bietet neben dem jüngsten Urteil zu „Flying Uwe“ auf seiner Website, auch einen FAQ-Flyer für den schnellen Überblick zum Thema. Hilfreich, allein schon, um sich zwischen all den von Sportlern angepriesenen Turnschuhen, Bloggern auf Reisen, Diätcoaches und Makeup-Queens, ob nun als #ad #sponsored #anzeige gekennzeichnet oder nicht, zurechtzufinden bzw. mitspielen zu können, wenn zukünftig noch mehr Menschen zu Instagram strömen, um dort ihren digitalen Wohlfühlplatz zu finden, der er aktuell noch ist.

Für das Barcamp Kiel am Sonnabend habe ich meine Session zur #instakirche jedenfalls schon mal aktualisiert und bin gespannt, ob das #bcki17  Interesse und Platz auf dem Sessionboard für diesen „happy place“ hat.

 

 

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