#NGOtalk in Hamburg: Nicht das Schlusslicht?!

Schon lange kam ich nicht mehr so beseelt (und auch weinselig) von einem Networking-Abend zurück, wie letzte Woche vom #NGOtalk für die Verbandskommunikation, den die Berliner Agentur Adverb in Hamburg veranstaltete.

Wie ich auf diesen Verteiler kam? Der Geschäftsführer Christian Schuster hielt auf dem für mich fast schon legendären Netzwerktreffen Öffentlichkeitsarbeit in Darmstadt im Frühjahr einen Impuls, eckte an und traf für mich voll in Schwarze. Wer es genauer wissen möchte, kann dies hier nachlesen. Jedenfalls stehe ich seitdem auf dem Agenturverteiler und freute mich über Input zum Thema Kommunikation via Twitter und warum es eine Bereicherung für NGOs sein kann.

Just am Tag zuvor hatte Twitter seine 140-Zeichen-Grenze aufgehoben bzw. für alle auf 280 Zeichen verdoppelt. Umso gespannter war ich, ob und wie es in den Diskussionen rundgehen würde. Ging es nicht. Dieser Umstand fand zwar Erwähnung, da sich aber die Zahl der aktiven Twitterer an einer Hand abzählen ließ, entstand keine Lagerdebatte. Schade eigentlich!

Für die bunte Branchenrunde von E-Learning, Gastronomie, Chemie und Kulturverband war es teilweise ein Fresh-Up, ob man es denn auch richtigmacht bzw. ein Check, ob der Kanal überhaupt in Frage käme und die Kraft der notwendigen Vorstandsüberzeugung denn die Mühe wert wäre. Spätestens bei den Sildes zu Ressourcen und Zeitinvesment wurde hier und da gleich abgewunken.

Nach einem kurzen Rundgang durch das gastgebende Sofitel ging es in der Vinothek zum gemütlichen Teil und zum Austausch. Die Eisbrecher-Frage mit dem Blick auf die Namensschildchen war klar:

„Und twittern Sie schon?“

„Ja!“

„Ach echt, für die Kirche? Toll!“

Es war eine Mischung aus Exotenbonus, da ich ja streng genommen branchenfremd in diesem Kreis war und dem seltenen Moment mal nicht die rote Laterne in Händen zu halten und das Bild von Kirche in sozialen Medien positiv verrücken zu können.

In den Gesprächen wurden Querverbindungen und Berührungspunkte schnell gefunden, so dass zum Ende des Abends ein wildes Visitenkartentauschen einsetzte, von dem ich annehme, dass es weniger dem reinen Kontaktdatensammeln als dem Bedürfnis nach Austausch geschuldet war.
Diesen Text schreibe ich auf dem Rückweg von der Fachtagung „Digitale Kommunikation des Evangeliums“ der Evangelischen Akademie im Rheinland, die erneut eine wertvolle Plattform für die Verbindung von Kirche und Digitalisierung geboten hat. Zeitgleich beschloss die Synode der EKD bis 2018 eine Digitalisierungsstrategie auf den Weg zu bringen. The Times they are changin‘…aber das nur am Rande!

 

Kein Netz ohne Knoten

So war eine Folie von Benjamin Borgerding (Greenpeace Hamburg) am Mittwoch betitelt. Das ist nun wirklich ein Pfund von Kirche. Auch wenn ich die Quantität von Netzwerktreffen, AGs und Ausschüssen – v.a. wenn diese nur einmal im Jahr stattfinden zuweilen in ihrer Effizienz und Wirksamkeit ab und an anzweifle, ist der Raum, den Kirche bereitstellt, um sich auch im beruflichen Kontext auszutauschen, ein Schatz, von dem andere, wie die VerbandkollegInnen beim #NGOtalk es mir signalisierten, nur träumen können.

Dass wir die digitalen Koten dabei noch enger knüpfen sollten, muss ich nicht extra sagen, oder? Aber gut zu wissen, dass Kirche nicht per se das Schlusslicht ist.

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