Mein Deep Dive in die #OMR18

Welcome to the Online Marketing Rockstars Territory! Und das #OMR18 wächst! Nachdem ich im 2017 ja mehr amüsiert als inspiriert durch die Hamburger Messehallen getapert bin, hatte ich in diesem Jahr als 1 von 40.000 ein richtig volles  Programm!

Los ging’s mit der Guided Tour zum Thema „Social Advertising“. Die Stationen auf der Expo hatte Svenja Teichmann, Crowdmedia Hamburg rausgesucht, die mit unserer Gruppe in 45 Minuten knackig durch die Hallen steuerte. Nach Facelift ging’s gleich zum Stand von Facebook, wo wir mit größeren und kleineren (neuen) Trends auf der Plattform begrüßt wurden. Video – und das gilt sowohl für Facebook als auch für Instagram – ist immer noch DAS Format der Stunde. Keine Überraschung. Und wer dann noch etwas Geld für „mobile Advertising“ in die Hand nimmt, seine Zielgruppe dabei nicht zu spitz zuschneidet, kann noch immer gute Ergebnisse erzielen.

Der Datenschutzskandal kam nur im Nebensatz zur Sprache und wurde von der Facebook-Mitarbeiterin charmant überlächelt. War ja aber auch nicht Thema der Tour. Die Messenger Bots (meine erste Chatbot-Coffee-Experience hatte ich ja im letzten Jahr just am Facebook-Stand) wurden massiv beworben, z.B. für’s Recruiting, aber auch für den klassischen Abverkauf.

Die beiden letzten Stationen bei Adobe und AdRoll waren dann eher „was für Menschen aus Firmen mit Budget“. Schön formuliert fand ich aber den Einstiegssatz von Jan-Boyke Seemann von Adobe: 

„Wir sind mehr als Photoshop.“

Caronline Preuss zu PinterestWeil es auf meiner Prioliste immer wieder und meist rasant nach hinten rutscht, bin ich dann erneut zu einer Session oder wie es im OMR-Sprech heißt, einem sog. Deep Dive über Pinterest gegangen. Caroline Preuss kenne ich schon von Twitter und Instagram und nein, eben nicht von Pinterest selbst, da mir schlicht der Zugang zu dieser Plattform fehlt. Wie ich den bekommen kann, erklärte sie Schritt für Schritt – für  AnfängerInnen wie mich – , sympathisch und ansteckend.
Also wieder ein paar Plätzchen rauf auf der Prioliste mit dir, Pinterest!

Eine ganz andere Klasse, sprich Liga war dann doch die Masterclass, in die ich es in diesem Jahr geschafft hatte. „How to start a movement“ war der Titel, präsentiert von Amaphiko, einer Plattform, die weltweit Initiativen und soziales Engagement fördert. Der Moderator Sam Conniff promotete nebenbei sein neues Buch, war aber sonst ganz bei den Helden der Masterclass und ihrer Geschichte.

Denn darum ging’s auch: Storytelling und die Erzählung klassischer Heldengeschichten, die zu einer Bewegung werden. Vorgestellt wurden Jon Rose, Gründer von Waves for water, die sich ähnlich wie Viva con Agua für sauberes Trinkwasser, v.a. in Krisengebieten einsetzen. Seine persönliche Reise vom Profisurfer, ganz am Boden (Karriereende, Scheidung, kein Job usw.) bis zur rettenden Idee, sich in Erdbebengebieten zu engagieren und „all in“ zu gehen, war beeindruckend. Aus Social Media Sicht fand ich ihre Hashtag-Kampagne #nofilter hervorragend. Simpel, verständlich, anwendbar auf mehreren Netzwerken und im Kontext des Weltwassertags 2015 genial. Am Ende hatten sie eine richtige Social Media Welle für’s Thema geschlagen.

Apropos Wellen: Den Stein ins Rollen für das Business von Amanda Brinkman und ihre Shrill Society brachte Donald Trumps Äußerung über Hillary Clinton, sie sei „Such a nasty woman“. Aus persönlicher Verärgerung kreierte Brinkman ein T-Shirt, bot es zum Verkauf und trat damit eine virale Welle los. Quasi über Nacht hatte sie nun ein T-Shirt-Business. Ihr Online-Shop ist inzwischen weiter gewachsen, aber das grundsätzliche Ziel Mädchen und Frauen eine starke Stimme gegen Trump in der Gesellschaft, in der Politik zu geben, liegt als Motivation allem zugrunde. Mehr noch, es geht um Empowerment von und für Frauen. Ihr Social Media Engagement beschrieb sie eher als organisch. Dass Stars wie Katy Perry und zahlreichen Hollywood-Influencer recht früh zu ihren Kundinnen zählten, mag dabei durchaus geholfen haben. Und sie sprachen SIE an. A dream come true!

„Niemand wird mich wegen eines T-Shirts umbringen.“
Amanda Brinkman

Dass ihr Engagement auch zum Albtraum werden kann, erwähnte sie recht cool, als sie von Morddrohungen per Mail und einer Schießerei in ihrem Vorgarten sprach. An ihrer Überzeugung und dem Willen weiterzumachen, habe das nichts geändert. So überzeugt ist sie von ihrer „Mission“, die aber gar nicht sie als Person in den Fokus stellt, sondern eben die Sache.
Im Anschluss gefragt, was denn ihr „Erweckungsmoment“, oder filmisch gesprochen ihr „Yoda Moment“ gewesen sei, antwortete Amanda Brinkman: „Have fun with whatever your are doing“ und erzählte, dass sie als Jugendliche unbedingt schreiben wollte, tiefschürfend wie die Literaten, sie selbst gern las, aber wenig Spaß daran hatte, bis eine Lehrerin fragte, warum sie denn nicht was „Leichteres“ schriebe. Da platze der Knoten, auch weil sie merkte, dass sie nicht den Erwartungen andere entsprechen muss. Jon Rose ermutigte die Zuhörer mit einem „Stay crazy and go „all in“. 

Im Praxisteil der Masterclass sollten wir dann in 10 Minuten die „eigene“ Heldenstory in einen Filmtrailer bringen. Tolle Filme wurden hier angeteastert zu Themen wie Nachhaltigkeit, Müllvermeidung, gegen Diätwahn und für mehr Solidarität unter Frauen.
Und ich sofort musste daran denken, dass am kommenden Karfreitag wieder zahlreiche Filme die größte Heldengeschichte aller Zeiten erzählen werden.

In diesem Sinne: Frohe Ostern, ihr Digitalhasen!

Expo Halle bei OMR18

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