Ein Herz für alles – ein Herz fürs #ccb18

Regel 2 lautet: Du bloggst über das Barcamp. So steht’s auch im fanpage karma-Notizbuch, das sich in diesem Jahr v.a. mit Studienergebnissen füllte. Im Rückblick stelle ich fest, dass mich beim #ccb18 die klassischen Präsentationen mehr anzogen als die lockeren Gesprächsrunden oder kleineren Cases. Mein Wunsch nach Fakten war scheinbar groß und wurde befriedigt.

Stefan Eyl präsentierte die hauseigene Instagram-Analyse von fanpage karma, die einiges „gefühlte“ mit Datenmaterial unterfütterte.

Über Instagram als „Happy Place“ hatte ich ja schon mal gebloggt. Ich mag das Netzwerk nach wie vor sehr gern und teste da auch immer wieder Dinge aus. Meine privaten Follower*innen wissen das spätestens seit dem Japan-Urlaub. Für die ca. 100.000 Business-Accounts, die ausgewertet wurden, brachte Stefan Eyl ein paar knackige Sätze und Insights mit:

Sketchnote: Instagram-Analyse von fanpagekarma

  • Wofür steht Instagram?
    1. Mode, 2. Reise, 3. Essen, 4. Fitness …
    Auf Platz 7 finden sich Lebensweisheiten, sicher ist da auch das eine oder andere Bibelwort darunter.
  • Fotos sind immer noch die beliebteste Contentform (vor dem Fotokarussel und Video)
  • Es gibt ein „Kissen der Liebe“, denn rund 10 % der Follower*innen liken (einfach alles, unabhängig von Inhalt und Qualität des Fotos)
  • Während kleinere Profile schneller Follower*innen erhalten und wachsen, posten größere Profile posten schlicht mehr, erhalten aber nicht zwangsläufig mehr Reichweite.
  • Die Story-Reichweite nimmt ab je größer das Profil ist. Beruhigend zu hören, dass auch bei anderen niemand (oder nur sehr wenige) auf Stories reagieren, spricht interagieren. Gut zu wissen!
  • 3, 7 oder doch die maximalen 30 Hashtags? Laut fanpage karma: „Mehr ist mehr!“ Die Mischung macht’s dabei aus Massenhashtags wie #beautifuldestinations bis zur thematischen Nische. Aber Vorsicht, und das war mir neu: Den „Shadowban“ für falsch verwendete, unpassende Beiträge. Also Obacht! Wer dennoch den „schnellen Like“ will, nutzt am besten #lb.
    Probiert’s aber nur aus, wenn Euch eine echte Community nicht so sehr am Herzen liegt…

Thomas Schwenke: Rechtsupdate 2018

Ganz handfest und dabei doch unterhaltsam war es wie immer in der Session von Thomas Schwenke mit seinem „Rechtsupdate 2018“ von DSGVO, Facebook-Mitverantwortung bis hin zur Kennzeichnungspflicht. Die Slides gibt’s hier zur Einsicht. Super Service und eine Pflichtsession!
Ein bisschen Selbstbespiegelung musste dann auch sein und so habe ich mir die Branchenstudie des BCVM (bin ja auch eine von 309 Mitgliedern) angehört.

Die gute Nachricht: Das Berufsbild der Social Media Manager*innen ist in der Wirtschaft inzwischen weitgehend etabliert. Die Gehälter steigen, im Schnitt sind Social Media Manager*innen 36 Jahre alt und mehrheitlich weiblich. Die meiste Zeit geht für die Content-Erstellung drauf, wobei Facebook vor Instagram noch immer die wichtigste externe Plattform darstellt. Das Ziel „Reichweite generieren“ wurde am Häufigsten formuliert, wobei oftmals für die strategische Umsetzung dieses Ziels sowohl die Ressourcen als auch Budgets fehlen. Eine Aufschlüsselung, welche Mitarbeitenden welcher Unternehmen an der Umfrage teilgenommen haben, gab es nicht. Und so bin ich v.a. von Letzterem doch überrascht. Dass es im Non-Profit-Bereich wenig bis keine Budgets gibt, ist bedauerlich, aber leider auch nachvollziehbar.

In dieser Session habe ich noch das wunderbare Wort „Vernetzungsindex“ innerhalb des Unternehmens aufgeschnappt. Herrlich, passt es doch so gut in den kirchlichen Kontext. Gleichsam passend formulierte es Gerrit Müller in seiner Session zu „Employee Advocacy – Wie gewinne ich Mitarbeitende für Social Media“:

Gerrit Müller: Employee Advocacy
Social Media Manager*innen fungieren bzw. agieren innerhalb der Organisation wie ein Schwamm, sonst wären sie/wir gar nicht arbeitsfähig. Das Bild vom Schwamm passt wiederum gut zum Community Camp allgemein. Denn wo sonst hat mensch die Chance soviel Input auf einem sehr hohen Niveau rund um Social Media und Community Management aufzusaugen? Eben!

Danke, #ccb18 und <3!
Sketchnote zum Community Camp Berlin 2018

Ein Gedanke zu “Ein Herz für alles – ein Herz fürs #ccb18

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