Großes Bier-OOOM

„Alles kann, nichts muss.“ Ein Satz, den man im Yoga, egal welcher Stil nun der eigene ist, oft hört. Warum also nicht auch Bier und Yoga kombinieren? Genau!

Mich hat dieses Kombi schon vor Jahren fasziniert, als ich das erste Mal im Fernsehen davon hörte. Natürlich ein Trend, der von den USA über die hippen Kneipen in Berlin ins restliche Deutschland schwappte. Und mich seitdem nicht mehr ganz losgelassen hat.

Im Social Media Manager*innen-Zertifikatskurs, den ich 2017 in der Handelskammer Hamburg belegte, war BierYoga dann in unserer Kleingruppe schließlich unser Abschlussthema. Es ging um die Vermarktung von BierYoga in Hamburg, inklusive Zielgruppenbestimmung, ergo Personas, bis zur Erstellung unserer Social Media Strategie. Für eine Feldrecherche blieb leider keine Zeit, zu der Zeit gab es auch noch keine Kurse oder Events in Hamburg. Dennoch großes OOOM! Wir haben bestanden!

Wie besteht aber BierYoga nun den Praxistest?

 

Im Juli ergatterte ich einen Platz im Alten Mädchen (und der damit angeschlossenen Brauerei) und schleifte sogar mein Plus 1 mit, zu seiner 2. Yogastunde ever. Anders als in herkömmlichen Yogastunden, war die Männerquote doch merklich höher – woran das wohl lag?
Gehalten wurde die Klasse von den Expertinnen von BierYoga Berlin. Zu Beginn: Aufgeregtes Schnattern auf der Diele, gemischtes Publikum, von jung, alt, Yoga-erfahren, Yoga-Neulinge, die, die wegen des Biers da sind und die, die einfach mal mitgegangen sind.
Dass sich Jeans-Yoga niemals durchsetzen wird, wurde einigen Teilnehmenden auf der Matte oder dem mitgebrachten Handtuch direkt bewiesen.

Erstmal das Bier, in meinem Fall ein maritimes Moby Wit, aussuchen, Matte ausrollen und den ersten Schluck trinken. Vor allem das Trinken nicht vergessen 😉
Nach einer generellen Erklärung, warum Bier und Yoga bestens zueinander passen, ging es in einzelne Asanas – für Insider gab‘s den Funfaktor in der bierifizierten Benennung der Positionen: Bierbank statt Planke, (Bier-)Baum und das OOOM in den zahlreichen Bierpausen wurde zum meditativen PROOOST mit der Bierflasche im Anjali Mudra. Das Bier also ganz nah vor dem Herzen. ❤

Bewußtes Trinken, Schmecken und Bewegen. Bei allem Spaß soll BierYoga dennoch die Ausgeglichenheit, die Balance zwischen Körper und Geist, Konzentration und Bewusstsein fördern.
Vor allem die Geschicklichkeit war gefordert, die Bierflasche gezielt zu halten, konzentriert zu sein, sie zu ertasten, im herabschauenden Hund die Seiten zu wechseln, hinstellen und wieder anheben, balancieren. Es gab kleinere Flows und zum Abschluss, die mehrheitlich studentische Zielgruppe muss – wie ich natürlich auch – dieses Event „instagrammable“ festhalten – sonst wäre es nicht passiert -, eine entsprechende Asana mit extra Spaß: das Boot zu Zweit. Für die Könner*innen war dann noch Zeit sich dem Tänzer zu widmen und gegenseitig zu zuprosten. Cheers!

War das Yoga? Ja, war es.

Was war die Erkenntnis? Bier und Yoga passen tatsächlich gut zusammen. Mit einem großen Lächeln und Augenzwinkern und einer Leichtigkeit, die man in klassischen Yogastunden vielleicht manchmal aus den Augen verliert. Es war durchaus anstrengend und mir wurde nach dem ersten Bier echt warm. Mit dem zweiten (beim Yoga soll man ja beide Seiten gleichsam trainieren, gelle?!) und auf einem Bein steht es sich – außer im Bierbaum – nicht so gut, kommt die nötige Gelassenheit. Die Yogalehrerin schaffte es sehr gut, alle Bier-Level einzufangen und einen positiven Bier-Spirit im Raum entstehen zu lassen.

Ein großes Namasté für dieses bereichernde Experiment, das ich nun von meiner Yoga-Bucket-List streichen kann.

Kann man definitiv machen!

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